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Workshop „Entwicklungstrauma heilen“

14./15. September 2019

 

Aus Angst, Gereiztheit, Depression, Mangelgefühl, Isoliertheit und Einsamkeit zurück zu Lebendigkeit, Kraft, Autonomie, echtem Kontaktund Verbundenheit

 

In diesem Seminar geht es um die Wiederherstellung des Kontakts zu unserm Körper, unserern Gefühlen, verdrägten Impulsen und echtem Kontakt zu anderen Menschen. Ist diese Fähigkeit eingeschränkt, mindert sie unsere Lebendigkeit, Autonomie und Verbundenheit. Viele psychische aber auch körperliche Symptome haben darin ihre Ursache. Es kann sich darin äußern, dass wir Schwierigkeiten haben, uns auf nahe Bindungen einzulassen, dass wir schwer Grenzen setzen können oder uns extrem abgrenzen.

 

Inhalte und Methoden:

  • den Körper lockern und freischütteln
  • Übungen zu Vertrauen, Sicherheit und Orientierung

  • TRE: „Zitterübungen“ auf Grundlage der Bioenergetik

  • körperliche Entladung festgehaltener Impulse in Muskeln und Nervensystem

  • Einzelarbeiten an individuellen Themen der Teilnehmer/innen

  • wahrnehmen und mitteilen, was gerade da ist an Gefühlen, Körperempfindungen und Gedanken

  • Impulsen und Bedürfnissen folgen

  • Bewegung, Rhythmus, Tanz

  • Spielen

  • bewegte Stille, meditative Bewegung, Achtsamkeit, Entschleunigung

  • Notfallmaßnahmen“ für den Alltag

 

 Ort: Ernststr. 63, 13409 Berlin

Zeit: Samstag und Sonntag 10:30 bis 18:00 Uhr

Teilnahmebeitrag: 160 €

 

 

Wut versus Depression

 Depression ist „nur“ ein Symptom. Sie wird zwar als psychisch-emotionaler Zustand empfunden, ist aber eine Dysregulation des Körpers und hat seine Ursache in mangelnder Sicherheit und Handlungsunfähigkeit. Auf dieses Nicht-handeln-können reagiert das Kleinhirn mit dem Totstellreflex. Der Körper versucht sich unsichtbar und damit unangreifbar zu machen in Situatuionen die als lebensgefährlich gedeutet werden. Wenn der Schockzustand anhält, kann es zu Depression führen. Für ein Kind ist es eine Katastrophe, also lebensgefährlich, wenn es sich sich bei der Bezugsperson nicht sicher fühlt. Ein kleines Kind kann seine Erregung und Emotionen nicht selbst regulieren. Dafür braucht es die Eltern.

Kinder „verbergen“ sich, stellen sich tot, um das Gesamtsystem der Familie aufrecht zu erhalten. Unter dem Totstellreflex liegt jedoch höchste Erregung: „Gas und Bremse sind gleichzeitig voll durchgedrückt“. Depression ist festgehaltene, erstarrte Wut. „Gefährliche“, nicht erlaubte Gefühle wie Wut werden abgepalten, dissoziiert, d. h. ein Teil (z. B. die Wut) wird geopfert zu Gunsten eines anderen Teils, um das Gesamtsystem zu retten. Häufig werden Körperempfindungen und Emotionen zu Gunsten des Mentalen abgepalten. Im Mentalen bleibt „wenigstens“ die Handlungsfähigkeit erhalten.

 

Wenn Wut nach außen kommt, ist die Depression weg.

Hinter Angst ist auch oft Wut. Bei Angst ist das Nervensystem aktiviert. Sie ist näher an der Heilung als Depression, bei der das Nervensystem im Shutdown ist. Wir können nicht gleichzeitig Angst und Panik haben und depressiv sein.